Erstmal die falsche Tür

Mit dem Bus von Riga nach Vilnius, dann erstmal nicht in die Wohnung gekommen. Zum Glück gab es in der Zwischenzeit sehr gutes Pad Thai, ein Bao und später noch Portale, Eis und Aperol auf dem Fluss.

Gestern bin ich mit dem Bus aus Riga in Vilnius angekommen. Die Fahrt hat ungefähr drei bis vier Stunden gedauert, also eigentlich ganz entspannt. In Vilnius angekommen, bin ich dann allerdings erstmal nicht in meine Wohnung gekommen. Ich stand einfach vor der falschen Tür. Kein großes Drama, nur ein kleiner Fall von „das hier sieht doch genauso aus wie auf den Bildern“.

Statt also irgendwo herumzustehen und auf die Lösung zu warten, bin ich erstmal zu einem Thai-Restaurant direkt die Straße runter gegangen. Dort gab es Chicken Pad Thai für ungefähr 9,90 €, glaube ich. Dazu habe ich mir noch ein Bao bestellt, was ebenfalls super lecker war. Und unter dem Tisch saß dieser unfassbar flauschige Hund. Der war wahrscheinlich mindestens genauso wichtig für das Restaurant wie das Essen.

Irgendwann war dann auch das Türproblem gelöst, ich konnte meine Sachen abstellen und bin anschließend los, um Vilnius ein bisschen anzuschauen. Die Stadt ist auf jeden Fall deutlich hügeliger als Riga. Das hatte ich so gar nicht erwartet. Es fühlt sich stellenweise fast ein bisschen so an, als wäre man schon weiter draußen auf dem Land, obwohl man eigentlich noch mitten in der Stadt ist.

Das Highlight war für mich aber definitiv das Portal. Ich wusste vorher gar nicht, dass es das hier in Vilnius gibt. Man kann dort quasi durch ein großes Fenster in eine andere Stadt schauen und Menschen irgendwo anders auf der Welt zuwinken. Ich glaube, solche Portale schon einmal gesehen zu haben, aber diesmal stand ich tatsächlich selbst davor. Es war ziemlich lustig, einfach so durch Europa und sogar bis nach Brasilien zu „portalen“ und zu schauen, wer gerade auf der anderen Seite auftaucht.

Danach gab es noch ein Eis, obwohl ich eigentlich gar nicht so der große Eisesser bin. Ich bin außerdem noch ein Stück auf einen kleinen Hügel hochgelaufen und habe dabei diese niedliche Wolfsfigur gesehen. Keine Ahnung, ob die irgendeine besondere Bedeutung für Vilnius hat oder einfach nur dort steht, weil sie süß ist. Das muss ich noch herausfinden.

Zum Abschluss bin ich auf ein Boot auf dem Fluss gegangen. Es gab Aperol Spritz, Sonnenuntergang und die Sonne ziemlich direkt in meinem Gesicht. Also wirklich ein sehr angenehmer Abend. Ich habe einfach ein bisschen auf dem Wasser gesessen, die Stadt angeschaut und den Tag langsam ausklingen lassen. Für den ersten Tag in Vilnius war das schon ziemlich gut.

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